* How to be a Vampire? *


Der Überfall passierte unvorbereitet. Niemand von uns hätte je gedacht, dass es Vampire wirklich gibt. Zumindest hätte niemand zugegeben, dass er tief in sich drin von den Vampiren wusste. Um so größer war der Schock, als dieser engelsgleiche Vampir mitten in die Szene reinplatzte und ein fürchterliches Massaker anrichtete. Ich bin froh, dass ich nicht schlafen kann, denn sonst hätte ich die schrecklichsten Alpträume von diesem Tag davon getragen, aber vielleicht sollte ich von vorne erzählen. Hier ist meine Geschichte, sie ist etwas länger, aber ich habe ja Zeit sie zu erzählen...so unendlich viel Zeit:

Der Wecker klingelte. Das heißt er plärrte los, war ja schließlich auch nur ein billiger Radiowecker (Ich hatte ihn für 3,50 € bei Aldi gekauft, als mein geliebter IKEA - Wecker mit integrierter Sprachaufnahme den Geist aufgab). Ich drehte mich um und sah auf seine hässlichen roten Leuchtziffern, ich hatte selten so eine hässliche Anzeige gesehen und jetzt gefiel sie mir noch weniger. 4:30 verkündete die Missgeburt von einem Wecker, was für mich hieß, dass ich noch eine Viertelstunde hatte, bevor Sue kam, um mich zur Arbeit abzuholen. Maulend (wie immer) stand ich auf und machte mich fertig. Pünktlich um 4:45 klingelte es an der Tür. Ich drückte den Summer und versuchte mir schon eine gute Ausrede einfallen zulassen, damit ich noch frühstücken konnte. Während Sue die 99 Stufen zu meiner Dachgeschosswohnung mitten in Phoenix raufkraxelte, warf ich noch einen letzten überprüfenden Blick in den Spiegel und kämmte mir meine Haare. Ich war nicht Miss Universum, aber ich war auch nicht komplett hässlich. Im Gegensatz zu früher war ich nicht mehr fett, laut meiner Freunde hatte ich ein schönes Gesicht und ich selbst mochte meine rotbraunen Haare am liebsten, die sich in alle Richtungen lockten und je mehr abstanden, desto mehr ich sie kämmte. Sue klingelte an meiner Wohnungstür und noch ehe ich geöffnete hatte, fing sie schon an mich voll zuquatschen. Ich mochte Sue echt gerne, wir waren zusammen in einem verregneten Kaff in Deutschland zur Schule gegangen und trieben zusammen unseren Lateinlehrer mit unpassenden Lachanfällen in den Wahnsinn. Aber ihre kleine Schwäche war ihr Mitteilungsbedürfnis. Zum Glück hatte sie gestern irgendwas über irgendwelche Tiere im Fernsehen gesehen und musste mir sofort die ganze Geschichte erzählen, was dazu führte, dass ich mich nicht für die durch mein Frühstück entstehende Verspätung entschuldigen musste. Kurze Zeit später polterten wir (zur Freude meiner Nachbarn) die Treppe hinunter. Mit meinem kleinen Mini fuhren wir zum Set.

Sue und ich arbeiteten beim Film. Sue nutzte ihr Talent zum Reden, indem sie den Beruf der Souffleuse ausübte und ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht und war nun Tontechnikerin, sprich, ich war für die Soundeffekte und die Stimmaufnahme am Set zuständig. Ab und zu hatten Sue und ich das Glück beim selben Film zu arbeiten und dieser war echt toll: Twilight wurde verfilmt und wir, die absoluten Twilightfreaks durften mitarbeiten! Allerdings hieß das auch: um fünf bei der Arbeit sein und um 20 Uhr frei haben. Aber das nahmen wir gerne in Kauf, um uns in diesem Film einen Platz im Abspann zu sichern.

Das Lustigste an der Filmarbeit ist der Unterschied zwischen den Schauspielern und ihren Rollen. Robert, der Edward spielt, ist zum Beispiel eine ziemliche Memme und hat total viel Schiss und Kirsten (Bella) ist eine richtige Zicke. Nikki, die eine richtige eingebildete Zicke namens Rosalie spielt, ist total nett, ihr Filmfreund Kellan ist ein lustiger Möchtegerngangster, Ashley ist eine richtige Schlampe und nicht halb so cool wie ihre Figur Alice und Jackson ist sehr extrovertiert anstatt wie Jasper schüchtern zu sein. So könnte ich jetzt jeden einzelnen Schauspieler durchgehen, aber ich glaube, der aufmerksame Leser versteht, was ich sagen möchte.

Die Viertelstunde im Auto verging wie im Flug, morgens gegen fünf ist selbst in Phoenix noch nichts los. Sue beschwerte sich zwar über die Musik (system of a down) aber wen interessiert das schon? Auf jeden Fall waren wir pünktlich bei der Arbeit. Traditionell waren wir die zweiten, nur die Security war vor uns da, um schon mal den Set zu sichern. Sue musste eigentlich erst gegen 6 da sein, aber solange sie noch nichts zu tun hatte, guckte sie mir zu, wie ich Mikrophone ausrichtete und wir quatschten ein bisschen. Aber heute war der Stylistenwohnwagen schon beleuchtet, was sonst nie vor 7 geschah. Neugierig gingen wir erst mal zu diesem und trauten unseren Augen kaum. „Amanda! Was machst du denn hier?!“, Sue war echt überrascht, ich auch. „Ich bin die neue Stylistin am Set!“, lachte Amanda. Amanda ging ebenfalls mit mir zur Schule, wir besuchten sogar denselben Lateinkurs. Amanda lachte sehr viel und sehr laut, aber sie brachte ihr Umfeld umso häufiger zum Lachen. Während ich schon mal meinen Kram aufbaute, erzählte Amanda uns, dass sie aus New York nach Phoenix gezogen sei, weil sie hier mehr Jobs als Stylistin bekommen konnte.

Zusammen philosophierten wir über die alten Zeiten, bis die Schauspieler kamen. Jetzt hatte ich eigentlich Pause, denn für mich gab es bis zu den ersten Aufnahmen nichts mehr zu tun und ich setzte mich zu Amanda in Wagen, um zu gucken, wie sie aus Robert den schönsten Vampiren der Welt machte und Rachelle in die Böseste aller Bösen verwandelte. Während wir uns unterhielten und alle rumalberten, kam Jackson in den Wagen. Ich mochte Jackson von Anfang an, er war genau so aufgedreht wie ich und wie ich hatte er eine Schwäche für Musik, die sonst niemand mochte. Häufig waren wir auf Konzerten und hatten zusammen viel Spaß. Insgeheim war ich ihn verliebt, aber ich wäre lieber gestorben, als das zuzugeben. „Gemma-April! Wie geht’s?“, begrüßte Jackson mich und gab mir die Hand. Das war am Set eher ungewöhnlich, aber ich war ein Feind der Küsschenfraktion und so gab ich jedem die Hand. Mein Lieblingsplatz in den Pausen war der Stylingwohnwagen. Hier gab es immer Kaffee und ein nettes Gespräch, außer wenn Stephanie kam. Stephanie war die Autorin von Twilight und war super eingebildet. Irgendwann hatte Sue ihr mal Viktoria auf den Hals gewünscht, worauf Peter lachen musste und seinen Kaffee quer über den Tisch prusten, sehr zu Ashleys Leidwesen, die ihm gegenübersaß. Seitdem durften Sue keine Witze mehr in der Gegenwart von Peter reißen.

Gegen 9 wurde die erste Szene gedreht. Ausnahmsweise waren heute einmal alle dabei und vermutlich hatte er darauf nur gewartet. Wahrscheinlich hatte er uns immer beobachtet, immer geguckt, wann er die meisten Opfer bekommen könnte.

„Ruhe! Szene 5 Take 1!“ Catherine ließ die Szene starten. Sofort fing ich an, die Geräusche einzupegeln und Sue versuchte sich so zu stellen, dass Robert sie ohne Probleme sehen konnte. Die Szene lief ca. 10 Sekunden gut, was bei uns ein echter Rekord war, dann flog etwas durchs Bild. Niemand hatte ihn kommen sehen. Mitten im Bild stand der wahrhafte Edward Cullen. Hübsch sah er aus, fast wie Engel, doch er hielt Stephanie in den Armen. „Ihr seid Schuld, dass Bella ein Vampir ist!“, zischte er mit wildem Blick. „Ihr hättet nie diese Geschichte verbreiten dürfen!“, er spuckte es fast aus. „ihr werdet sterben dafür, alle!“. Und er fing an Stephanie das Blut auszusaugen. Vor Schreck gelähmt starrten wir ihn an. Robert versuchte als einziger wegzulaufen, doch Edward war schneller. Mit einer Bewegung, die aussah, als würde er eine Fliege verscheuchen, brach er Robert das Genick. „seh ich so jämmerlich aus?“, höhnte er in Richtung Catherine, die ebenfalls nur noch ein Bruchteil einer Sekunde zu leben hatte. „Lieber Gott, bitte lass ihn mich übersehen!“, hoffte ich und warf mich im nun entstehenden Getümmel auf den Boden. Neben mir quietschte Amanda ein letztes Amanda - Quietschen und ich schloss die Augen.

Als ich wieder aufwachte, tat mir alles weh. Ich schrie. Was war passiert? Ich versuchte mich hinzusetzten und schaute mich um. Ich war in einem großen, nett eingerichteten Raum und um mich herum lagen Leute. Ich sah drei Körper. Scheiße, wo war ich? Was war passiert? Und was zum Teufel hatte Edward Cullen am Set gemacht? Hatte ich irgendwas zu mir genommen, was nicht so legal war? Einer der drei Körper bewegte sich und ich war zum ersten Mal im Leben froh, Sue Stimme zu hören. Sie guckte mich an und ich erschrak. „Gemma? Was ist?“, Sue sprach leise, ihre Stimme bestätigte, dass sie genauso starke Schmerzen hatte wie ich. „Deine Augen.... sie sind ganz rot!“ „Deine auch!“, Saue fiel zurück, sie krümmte sich unter Schmerzen. „HILFEEEE!!!!!“, Amanda bewegte sich. „Das tut so weh!“ „Amanda, guck mich mal an!“, rief ich. „Was zum Teufel? Ich sterbe hier grade vor Schmerzen und soll dich anstarren?“, ihre Schlagfähigkeit hatte sie immer noch, aber ich sah ihre roten Augen. „Wer ist der Dritte?“, fragte Sue erschöpft. „Ich!“, antwortete Jackson und fiel in sich zusammen, als ihn der Schmerz erneut übermandte. „Was ist mit uns passiert?“, Sue Stimme überschlug sich fast. Ich spürte einen stechenden Schmerz überall, wand mich und wäre am liebsten gestorben. „Ich glaube...“ Jackson sprach so leise, dass man ihn fast nicht hören konnte. „Wir sind Vampire geworden.“

„Du hast Recht. Ihr seid Vampire!“, sprach eine Stimme aus den Tiefen des Raumes. Soweit es die Schmerzen zuließen drehten wir uns alle zu der Stimme und sahen im Dunkeln das perfekte Antlitz von Charlisle Cullen. „Weck mich auf, verdammt noch mal!“, maulte Amanda und Charlisle lächelte matt. „Ihr werdet nie wieder schlafen können, aber das wisst ihr sicher!“ „Warum hat Edward uns überfallen?“, versuchte Jackson sich zu erkundigen. „Das ist eine längere Geschichte, die euch erzählen werde, wenn ihr fertig verwandelt seid, das dürfte noch 2 Stunden dauern. Dann müsst ihr lernen euren Appetit zu zügeln und dann erzähl ich euch die Geschichte.“ Dann saß er wieder da und schwieg, während er uns zusah, wie wir uns unter Schmerzen krümmten.

Amanda war als erstes verwandelt. Sie stand einfach so auf, suchte sich einen Spiegel und guckte rein. Dann sagte sie verwundert: „Scheiße bin ich schön. Haha, ihr seid ja nicht halb so schön! Leckt mich alle!“ Doch Jackson war auch fertig und er war wunderwunderschön geworden. Ich bekam fast keine Luft mehr, doch seltsamerweise machte mir das nichts aus. Ich war auch verwandelt und konnte mich im Spiegelbild bewundern, doch was mich störte, waren meine blutroten Augen. Charlisle warf einen Blick auf seine Uhr, dann guckte er Sue mit einem mitleidsvollen Blick an. „Geht mal nach nebenan, da wird Alice auf euch warten!“

Jackson, Amanda und ich gingen in einer anderes, ebenso riesiges Zimmer, das ebenfalls wunderschön eingerichtet war, wo der kleine, muntere Vampir auf uns wartete. Ich hatte mächtig Hunger und hoffte, dass es etwas zu essen geben würde. Mir wäre ein Schauer über den Rücken gelaufen, wenn ich auf meiner Haut etwas fühlen hätte können, als mir einfiel, dass ich Menschen essen müsste. Ekelhaft. Jackson schien ähnliche Gedanken zu haben und auch Amanda schauderte. „Ihr seid jetzt Vampire und ihr müsst unerkannt bleiben. Ihr könnt gehen, wenn ihr wollt, ich könnt auch hier bleiben. Aber hier werden keine Menschen gegessen! Ihr werdet nur Tiere essen! Verstanden? Ist irgendwer von euch Vegetarier?“ „Ich!“; meldete ich mich zögerlich. „Pech gehabt, hier musst du sogar Tiere töten!“, Alice konnte sehr charmant sein. Wie setzten uns an den Tisch, der in dem Raum stand und Alice brachte uns Gläser und eine Karaffe, in der eine rote Flüssigkeit war. Blut. „Trinkt das, es wird euch gut tun! Jeden Tag ein Glas Pferdeblut und ihr werdet nur halb soviel Hunger auf Menschenblut haben.“ Wir tranken gehorsam und warteten, dass Alice uns aufklärte, was hier eigentlich los war. „Also, Stephanie ist uns auf die Schliche gekommen, sie hat sich als Renee in die Geschichte geschrieben, aber sie wusste, das wir sind, was wir sind. Nach den Erfolgen von Twilight haben die Volturi beschlossen, dass es genug ist und haben Bella zum Vampiren gebissen. Bella aber hat die Verlobung gelöst und ist jetzt mit Jake zusammen. Das hat Edward den Verstand geraubt und er wollte euch, weil er euch zu Stephanie zählt, töten um zu rächen. Aber ihr vier habt als einzige von 300 Menschen überlebt und Charlisle hat es nicht übers Herz gebracht euch zu töten. Sue ist noch sehr geschwächt von dem Angriff, sie wird noch ein bis zwei Tage bewusstlos bleiben, aber ihr seid jetzt schon herzlich willkommen im Cullen – Clan. Das hier sind Rosalie, Esme, Emmett und Jasper!“ Vier wunderschöne Personen schwebten fast in den Raum und begrüßten uns. Rosalie, die Schöne, Esme, die herzliche, Emmett, der Starke und Jasper, der Charismatische, waren total nett zu uns und wir fühlten uns sofort zu ihnen hingezogen. Am lustigsten war das Gespräch zwischen Jasper und Jackson, weil Jasper leicht entsetzt war, dass Stephanie ihn so beschrieben hatte, dass Jackson zu ihm passen sollte. Alice und Amanda alberten hin und her und Rosalie und ich unterhielten uns erstaunlich gut über Musik. Emmett und Esme verließen uns. Amanda versuchte rauszukriegen, wohin sie gingen, doch Alice wechselte immer wieder geschickt, bis sie letztendlich zugab, dass sie zu Edward gingen, um ihn zu beruhigen, denn er hatte ein wahnsinniges schlechtes Gewissen.

Es wurde Abend und wir wollten uns auf unsere Zimmer zurück ziehen, Alice hatte uns erzählt, dass wir bereits welche hätten, also irrten wir durchs Haus der Cullens, bis wir unsere Zimmer gefunden hatten. Sicherheitshalber gingen wir aber in eins, nämlich das von Amanda, dass Alice komplett nach ihrem Geschmack eingerichtet hatte. Es war riesig und bunt. Ein grasgrüner Teppich war im ganzen Zimmer ausgelegt, eine Wand war voller Schränke, Kommoden und Kisten, die alle kunterbunt angestrichen waren. Die Wände waren voller Poster und Bildern mit Blumen, Herzen und Ballons. Eine Wand war verglast, sodass die grade untergehende Abendsonne das ganze Zimmer in ein warmes rotes Licht tauchte. Ein riesiges Sofa stand so, dass man problemlos rausgucken konnte und auf dem kleinen Wohnzimmertisch aus Glas stand ein McBook Air. Lautsprecher an den Wänden sorgten für einen wunderbaren Klang und ein riesiger Flachbildschirm lud zu endlosen DVD - Abenden ein. Amanda fühlte sich sofort wohl und auch Jackson und ich fanden ihr Zimmer gemütlich. Wir setzten uns auf das Sofa und überlegten, was wir jetzt machen sollten, sterben wollten wir nicht, schließlich waren wir alle um die 20 Jahre alt. Amanda und ich waren 20, Jackson war 25 und wir wollten einfach nicht sterben. Das widersprach unseren Grundgesetzen und wir konnten doch nicht einfach Robert und Kirsten folgen oder? Das hieß, dass wir uns unserem Schicksal beugen mussten und ein Leben als Vampire führen mussten. Die ganze Nacht versuchten wir rauszufinden, ob wir irgendwelche besonderen Fähigkeiten hatten und wir fanden welche! Amanda konnte jeden zum Lachen bringen, indem sie ihn anguckte und sie konnte sich formlos machen, heißt, sie konnte durch Wände gehen. Jackson konnte in die Vergangenheit von allen Menschen gucken und war super musikalisch. Und ich konnte auf Kilometer Geräusche hören und Menschen beeinflussen, in dem ich ihnen Gedanken einpflanzte. Wohlgemerkt, dass diese Fähigkeiten auf alle Lebewesen (so auch Vampire) anzuwenden waren.

Im Morgengrauen gingen Jackson und ich auf unsere Zimmer und ich war ein weiteres Mal von Alice* Dekorationstalent beeindruckt. Mein Zimmer war rot gestrichen mit einem schwarzen Streifen, der die Decke von den Wänden trennte. An den Wänden hingen Poster von meinen Lieblingsbands, der Teppich war schwarz-weiß-kariert. Eine Wand war, wie bei Amanda, voller Schränke und Regale, die bei mir allerdings nur bedingt mit Kleidung bestückt waren. Der größte Anteil der Schrankwand war voller Bücher und CDs. Wie Amanda hatte ich ein riesiges Sofa, das genauso rot war, wie der Schreibtisch, der groß genug für meine Tontechnikmischpulte war. Auf ihm stand auch ein McBook, allerdings in schwarz. Eine riesige Anlage und ein kleiner Flachbildschirm sorgten dafür, dass ich mir die Nächte mit tonnenweise Musik - DVDs um die Ohren schlagen konnte. Einige Pflanzen, die mich irgendwie an kleine Palmen erinnerten, standen vor meinen gefühlten 1000 Fenstern, die mir eine problemlose Sicht nach draußen in die Wälder von Forks ermöglichte.

Ich war grade richtig in meinem Zimmer angekommen und hatte fast alles entdeckt, als Amanda im mein Zimmer gepoltert kam, sie polterte deshalb, weil sie durch die Wand ging, sich dahinter wieder in eine feste Materie verwandelte und das leider hinter dem Schrank, den sie umschmiss und grinsend mitten im Zimmer stand. „Ich mach mir ein bisschen Sorgen um Sue, die ist immer noch nicht fertig!“, fing sie an. Nachdem wir diskutiert hatten, was wir jetzt ohne Sue machen würden, beschlossen wir Charlisle zu fragen. Nachdem wir mehr (ich) oder weniger (Amanda) heile unten angekommen waren, versuchten wir aus Charlisle herauszukriegen, was mit unserer Freundin passiert war. Da er ziemlich ärgerlich wurde, als wir ihn immer weiternervten, mussten wir zum ersten Mal unsere Fähigkeiten anwenden. Ich brachte ihn dazu, dass er uns sagte, dass Sue sehr unter der Verwandlung litt, fertig war, aber höllische Schmerzen hatte und Amanda brachte ihn zum Lachen, sodass er mir gar nicht böse sein konnte. Dann gingen wir durch Tausende wunderbar eingerichteten Räumen zu Sue, die (wie wir alle) wunderschön aussah, aber immer noch sehr starke Schmerzen hatte. Wir verfrachteten sie kurzerhand (Superkräfte sind doch was schönes) in ihr Zimmer, das Alice komplett Orange/Gelb eingerichtet hatte und legten sie auf ihr Sofa. Es war merkwürdig nicht müde zu werden, aber es war umso lustiger, den ganzen Tag bei Sue zu sitzen und zu warten, dass die Schmerzen aufhörten. Am Nachmittag kam Rosalie mit Emmett, um uns zu verkünden, dass die Cullens aus Forks wegziehen würden, da sie hier zu lange gelebt hatten. Sie würden in England ein neues zu Hause finden, aber da wir jetzt ja praktisch zu ihnen gehörten (und ihren Nachnamen annehmen durften), überließen sie uns das riesige Haus und die Autos, unter der Bedingung, dass wir unerkannt blieben und uns als Verwandte von Charlisle ausgaben.

Nichts leichter als das. Schnell stimmten wir ab und beschlossen, dass wir von nun an Amanda, Sue, Jackson und Gemma Cullen hießen.

Die Cullens reisten noch am selben Tag ab und überließen uns ihr Haus. Sue war langsam aber sicher wie wir ein richtiger Vampir geworden und wir erkundigten die kompletten Räume des Hauses. 21 an der Zahl waren es und so hatte jeder zwei für sich, die er ganz nach Belieben gestalten konnte, denn die Cullens hatten uns ein beachtliches Startkapital und einige Aktien dagelassen, die laut Alice uns einen „gehobenen Lebensstandard“ sicherten. Sue und Amanda wollten die Stadt erkundigen und fuhren mit Alice Porsche (oder so) in die Stadt von Forks. Ich wollte erst was kochen, bis mir einfiel, dass ich ja gar nicht mehr essen könnte und ging ins Wohnzimmer, das doppelt so groß wie mein Zimmer war und einfach nur genial. Ich pflanzte mich aufs Sofa und guckte Gerichtshows. Was war eigentlich die Höchststrafe für Beißen? Ich wusste es nicht. Babara Salesch verging und Alexander Hold hatte gerade angefangen, als Jackson den Raum betrat. „Und wie findest du so dein Leben als Vampir?“, fragte er mich und setzte sich aufs Sofa. „Ähm...ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht, aber es wird bestimmt seine Vorteile haben, auch wenn ich nicht ungern ein Mensch geblieben wäre.“, antwortete ich und begann damit eine Konversation, in der es hauptsächlich und Gut und Böse und den Sinn des Lebens ging. Ich merkte zum zigsten Mal, wie gut man sich mit Jackson unterhalten konnte.

Die nächsten Jahre verbrachten wir damit vegetarisch zu werden, unsere Kräfte unter Kontrolle zu bringen. Und alles in einem waren die Jahre auch sehr harmonisch. Wir entdeckten, dass man sich perfekt in die Gemeinschaft integrieren konnte, wenn man nicht sofort herausposaunte, dass man Tiere tötete (Sue, die fliegen konnte, so nebenbei, hatte einmal so eine Erfahrung gemacht). Die Jahre lassen sich schnell zusammenfassen, das was wirklich wichtig war, ist die Tatsache, das ich mit Jackson zusammenkam und dass Esme sich in einer Selbstfindungsphase von Charlisle trennte.


Unsere Geschichte

Vorgeschichte
Amanda
Sue
Gemma

Wer ist...

...Amanda?
...Sue?
...Gemma?

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